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Ernährung im Schichtdienst

Im Schichtdienst gesund essen

Schichtarbeit ist vielfältig und findet sich in vielen Lebensbereichen wieder, wie beispielsweise im Produktionsbereich von Unternehmen, bei der Polizei oder im stationären und ambulanten Bereich der Pflege. Ohne die Schichtarbeit wäre der Alltag, wie wir ihn kennen, nicht möglich. Durch die Schichtarbeit verschieben sich nicht nur Mahlzeiten, sondern auch das gesellschaftliche Zusammenleben innerhalb der Familie und mit Freunden.

Schichtarbeit - was bedeutet das?

Schichtarbeit ist die Arbeit nach einem Schichtplan, der einen regelmäßigen Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit mit sich bringt. Im stationären Bereich der Pflege liegt häufig eine klassisches Schichtmodell vor. Hier wird zwischen Früh-, Spät- und Nachtschicht unterschieden. In der ambulanten Pflege wird häufig in einer Wechselschicht zwischen Früh- und Spätschicht gearbeitet. Menschen, die in Nachtschicht arbeiten, müssen vor allem dann leistungsfähig und fit sein, wenn andere sich ausruhen und schlafen. Schichtarbeit kann zu einer Verschiebung von Schlaf- und Mahlzeiten führen.

Auswirkungen der Schichtarbeit

Was bedeutet arbeiten gegen die „innere Uhr“? Unser Organismus richtet sich innerhalb der existenten 24 Stunden nach einem relativ stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus. Während er am Tag auf Aktivität schaltet, ist für die Nacht Erholung vorgesehen. Das Maximum der Leistungskurve befindet sich zwischen 9 Uhr und 11 Uhr und das Minimum gegen 3 Uhr nachts. Je nach Arbeitsmodell verändert Schichtarbeit den Schlafrhythmus, was zu einem geänderten Ernährungsverhalten führt.

Eine gesunde Ernährung kommt oft zu kurz

Generell ist der Nährstoff- und Kalorienbedarf von Schichtarbeitern genauso hoch, wie der von Arbeitnehmern mit gleichmäßigen Arbeitszeiten. Der Gesamtenergiebedarf ist auch dort abhängig von der Schwere der Arbeit. Die Umsetzung einer gesunden Ernährung ist häufig eine große Herausforderung. Die Ernährungspyramide kann eine gute Hilfestellung bei der richtigen Auswahl der Lebensmittel bieten. Mahlzeiten- und Energieverteilung dagegen müssen an die veränderten Arbeitszeiten angepasst werden. Hier ist es besonders wichtig, trotz der Veränderungen im Tagesablauf, durch die ständig wechselnden Schichten, möglichst regelmäßige Mahlzeiten einzuhalten. Besonders anspruchsvoll ist die richtige Ernährung in der Nachtschicht. Entscheidend ist nicht WANN Sie essen, sondern WAS Sie essen!

Unsere Ernährungstipps

Ausgewogene Zwischenmahlzeiten planen:

Belegen Sie Ihr (Vollkorn)brot abwechslungsreich mit Salat, Gurke, Tomate, magerem Käse und Wurst oder einem vegetarischen Brotaufstrich.
Obst und Gemüse, aber auch Smoothies und Salate sind ideale Zwischenmahlzeiten. Falls eine Küche vorhanden ist, sollte Obst und Gemüse vor Ort geschnitten werden.
Um Abwechslung in die Mahlzeiten zu bringen, können auch fettarme Milch und Milchprodukte wie Quark, Joghurt, Milchdrinks eingeplant werden, ebenso wie Müsli, Nüsse oder Trockenobst.
Grundsätzlich sind Süßigkeiten wie Schokoriegel, Fruchtgummis oder fette Snacks keine empfehlenswerte Zwischenmahlzeit.

Die warme Mahlzeit abwechslungsreich planen:

  • Mageres Fleisch wie z.B. Putenbrust oder Hähnchenfilet und naturbelassenen Fisch auswählen.
  • Beilagen wie Salz- und Pellkartoffeln, Reis und Nudeln bevorzugen.
  • Hülsenfrüchte, Gemüse, Rohkost oder gemischte Salate einplanen. Werden sie von Zuhause mitgenommen, bei Salaten mit Dressing gesonderte Behälter nutzen, dann bleibt der Salat schön frisch.
  • Achten Sie insgesamt auf eine fettarme Zubereitung. Frittierte Speisen wie z.B. Pommes Frites belasten durch den hohen Fettgehalt zusätzlich die Verdauung.

Getränke in Sichtweite platzieren:

  • Mindestens 1,5 Liter am Tag trinken. Als ideale Durstlöscher bieten sich Trink- und Mineralwasser an. Auch ungesüßte kalte oder warme Früchte- und Kräutertees können eingeplant werden.
  • Drei Tassen Kaffee, schwarzer oder grüner Tee pro Tag können zur Flüssigkeitszufuhr einberechnet werden. Aber als Durstlöscher sind sie im Schichtdienst nicht geeignet, da sie eine entwässernde und anregende Wirkung haben.
  • Softdrinks, Fruchtsaftgetränke, Limonaden und Energydrinks sind durch ihren hohen Zuckergehalt nicht zu empfehlen.
    Alkoholische Getränke sind am Arbeitspatz strikt zu meiden.