Brandschutz für Senioren 

Menschen im höheren Lebensalter sind durch einen Brand besonders gefährdet. Daher möchte die Landhausküche aufklären und informiert in Kooperation mit dem Forum Brandrauchprävention e.V. über das Thema Brandschutz und Prävention. In unserem Beitrag erfahren Sie, wie Sie sich und Ihre Angehörigen bestmöglich vor einem Brand schützen können.

Brandschutz im eigenem Heim

In Deutschland gilt eine bundesweite Rauchmelderpflicht für private Wohnungen und Wohnhäuser. Ausgenommen ist der Freistaat Sachsen, der nur eine Regelung für Neu- und Umbauten vorsieht. Für die Installation der Rauchmelder ist der Eigentümer bzw. Vermieter verantwortlich. Wir empfehlen, Rauchmelder möglichst in allen Räumen zu installieren – außer im Bad und mit Einschränkungen in der Küche. 

Mehr Schutz im Alter

Jährlich brennt es etwa 200.000 Mal in deutschen Haushalten. Über 350 Brandtote und 3.500 Brandverletzte sind die traurige Bilanz. Mit dem Alter steigt auch die Gefahr: Für Menschen im höheren Lebensalter ist das Risiko, bei einem Wohnungsbrand ums Leben zu kommen, im Schnitt doppelt so hoch. So sind laut Statistischem Bundesamt 61 Prozent der Brandtoten in Deutschland über 60 Jahre alt.

Warum sind Senioren im Brandfall besonders gefährdet:

  • Sinneswahrnehmung: Durch vermindertes Seh- und Hörvermögen werden Brandgefahren zu spät oder gar nicht wahrgenommen. Vor allem nachts entsteht ein erhöhtes Risiko.
  • Reaktionszeit: Ältere Menschen benötigen mehr Zeit, um auf unerwartete Situationen zu reagieren und drohende Gefahren abzuwenden.
  • Gedächtnis: Herd, Bügeleisen oder Wasserkocher angelassen? Die Frage hat sich wahrscheinlich jeder schon einmal gestellt. Im Alter lässt die Gedächtniskraft stärker nach, so dass es keine Seltenheit ist, dass elektrotechnische Geräte angelassen werden.
  • Mobilität: Senioren brauchen mehr Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen und vor unerwarteten Gefahren zu schützen.
  • Selbstrettungsfähigkeit: Der Großteil der Senioren wohnt selbstständig und ohne Unterstützung im eigenem Zuhause. Bei einem Brand können viele Senioren sich nicht ohne Unterstützung in Sicherheit bringen.

1. Rauchmelder

Installieren Sie unbedingt lebensrettende Rauchmelder! Besonders für Menschen mit physischen Beeinträchtigungen bieten einfache Rauchwarnmelder ohne Vernetzung oder Alarmweiterleitung im Brandfall keinen ausreichenden Schutz. Es gibt auch Melder für Gehörgeschädigte, die auf Antrag von der Krankenkasse bezahlt werden. 

2. Fluchtwege

Prüfen Sie unbedingt die Fluchtwege! Sie müssen jederzeit frei von Stolperfallen sein.

3. Schlüssel

Falls Sie die Wohnungstür abschließen, legen oder hängen Sie den Schlüssel dahin, wo sie ihn auch nachts im Dunkeln schnell griffbereit haben.

4. Elektrogeräte

Tauschen Sie alte oder defekte Elektrogeräte aus, diese sind eine häufige Brandquelle.

 

5. Brandfall

Legen Sie nachts das Telefon neben das Bett, falls Sie das Schlafzimmer nicht allein oder schnell genug verlassen können, damit Sie im Notfall die Feuerwehr und ggf. Nachbarn anrufen können.



6. Wohnzimmer

Installieren Sie auch hier Rauchmelder und vermeiden Sie echte Kerzen, auch zur Weihnachtszeit.

Die Brandschutz-Checkliste für Angehörige und Senioren

Die Brandschutz-Checkliste des Forum Brandrauchprävention hilft Ihnen, Ihr Risiko für Brandgefahr besser einzuschätzen, Gefahrenquellen zu identifizieren und das Brandrisiko nachhaltig zu reduzieren. Laden Sie die PDF-Checkliste herunter und führen sie den Selbsttest durch. Zur einfacheren Handhabung empfehlen wir, die Liste auszudrucken. Die Auswertung des Tests hilft dabei, Ihre persönliche Situation einzuschätzen und gibt wichtige Hinweise.

Bitte beachten Sie, dass die Checkliste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie dient lediglich als Orientierungshilfe und soll zum Handeln anregen.

≫ Jetzt Checkliste herunterladen

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