Alternative Wohnformen im Alter – ein Überblick über alle Optionen für Senioren
Wohnen ab 60 – Wo leben im Alter?
Inhalt
Was sind die verschiedenen Wohnformen?
Es gibt eine Vielzahl an Wohnmöglichkeiten im Alter. Für Angehörige und Betroffene ist es daher meist nicht leicht, sich für die passende Art des Wohnens zu entscheiden. Zu den klassischen Wohnformen im Alter entstehen immer mehr attraktive Alternativen, auf die wir später noch zu sprechen kommen. Doch neben dem Wohl der betroffenen Person spielen auch die Kosten eine Rolle.
Wie wohnt man im Alter am besten?
Wohnen im Alter – die Möglichkeiten
- Zu Hause wohnen durch Umbaumaßnahmen
- Zu Hause wohnen mit pflegenden Angehörigen
- Zu Hause wohnen mit einer professionellen, ambulanten Pflege
- Zu Hause wohnen mit einer 24-Stunden-Pflegekraft
- Seniorenhaus oder Seniorendorf
- Senioren-WG
- Mehrgenerationenhaus
- Wohnen gegen Hilfe
- Im Alter auswandern
Zu Hause wohnen im Alter
Viele Menschen wünschen sich, im eigenen Heim alt zu werden. Da mit zunehmendem Alter häufig körperliche Einschränkungen einhergehen, sind oft Umbaumaßnahmen notwendig, um das Haus oder die Wohnung seniorengerecht zu gestalten. Dazu zählen zum Beispiel
- barrierearme Zugänge
- der Einbau eines Treppenlifts oder
- das Verbreitern von Türen.
Bei größeren Einschränkungen und Erkrankungen – körperlich oder psychisch – ist außerdem eine Pflege zu Hause notwendig. Diese kann durch pflegende Angehörige oder durch einen professionellen Pflegedienst erfolgen. Für immer mehr Senioren ist auch der Einzug einer 24-Stunden-Pflegekraft, meist aus Osteuropa, die beste Lösung.
Sie sind auf der Suche nach einer kurzfristigen Entlastung? Dann lassen Sie sich doch ein Mittagessen ins Haus bringen. Die Landhausküche liefert an 365 Tagen im Jahr Essen auf Rädern und bringt leckere Mittagsgerichte direkt zu Ihrem Angehörigen nach Hause. Oder legen Sie sich einen Vorrat an tiefkühlfrischen Mahlzeiten an. Damit sind Sie flexibel und unabhängig.
Im Alter zu Hause wohnen – Vor- und Nachteile
Das Zuhause ist die gewohnte Umgebung und daher für viele Senioren der Wunschort, um alt zu werden. Die vertrauten vier Wände schenken Lebensqualität. Nichtsdestotrotz ergeben sich einige Herausforderungen für Senioren, die im eigenen Heim bleiben möchten. Bei körperlichen Einschränkungen muss das Zuhause barrierearm und seniorengerecht ausgestattet werden. Das ist meist eine finanzielle Herausforderung. Besonders für pflegende Angehörige stellt die Pflege und Betreuung häufig auch eine hohe emotionale Belastung dar.
Wohnen Angehörige, Bekannte und Freunde nicht in der Nähe, leben viele Senioren in ihrem Zuhause isoliert. Die Einsamkeit im Alter stellt in Deutschland ein großes Problem dar. Betroffen sind vor allem Frauen, die ihren Partner bereits verloren haben.
Lebensfreude im Herbst des Lebens: individuelle Wohn- und Betreuungsangebote
Das Älterwerden bringt viele Veränderungen mit sich, doch eines sollte konstant bleiben: die Lebensfreude. Auch der Herbst des Lebens sollte mit vielen leuchtenden Momenten durchzogen sein. Ein erfülltes und glückliches Dasein, bis zum Lebensende, dafür gibt es eine Vielzahl an Wohn- und Betreuungsangeboten, die individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind: Altersresidenzen, Pflegedienste, Tagespflege und Betreutes Wohnen sind dabei wesentliche Bausteine, die nicht nur die körperliche und geistige Gesundheit fördern, sondern auch soziale Kontakte und Lebensfreude erhalten.
Stationäre Wohnformen für pflegebedürftige Senioren
Können Angehörige die Pflege zu Hause nicht (mehr) leisten oder besteht ein hoher Pflegegrad, ist eine stationäre Wohnform, zum Beispiel der Einzug in ein Pflegeheim, meist die beste Lösung. Je nach Pflegegrad, Einschränkung und Erkrankung empfehlen sich unterschiedliche Formen der Pflege für Betroffene. Nicht immer müssen Senioren in ein Pflegeheim ziehen. Auch Betreutes Wohnen ist – abhängig von der Pflegestufe – für viele eine gute Lösung.
Was es heißt, in ein Seniorenheim oder eine Seniorenresidenz zu ziehen?
Beim Einzug in ein Seniorenheim handelt es sich um eine vollstationäre Heimunterbringung. Für Senioren, die nicht mehr selbstständig wohnen können, einen hohen Pflegebedarf haben und im Alltag auf Unterstützung angewiesen sind, ist eine vollstationäre Unterbringung im Heim oft die beste Lösung. Durch die Rund-um-die-Uhr-Betreuung sind auch Angehörige beruhigt, ihre Liebsten in professioneller Pflege zu wissen.
Der Unterschied zur Seniorenresidenz: Eine Seniorenresidenz ist ein Seniorenheim mit gehobenem Ambiente. In der Regel gibt es dort ein luxuriöseres Service- und Betreuungsangebot – eine attraktive Form von Wohnen im Alter.
Wann sollte man in eine Seniorenresidenz ziehen?
Der Umzug in eine Seniorenresidenz ist sinnvoll, wenn das selbstständige Wohnen zunehmend schwerfällt, aber noch kein umfassender Pflegebedarf besteht. Häufig entscheiden sich Senioren eine solche Wohnmöglichkeit im Alter, wenn Sicherheit, Komfort und zusätzliche Serviceleistungen im Alltag wichtiger werden oder soziale Kontakte fehlen. Auch für Menschen, die frühzeitig vorsorgen und ihr Wohnen im Alter aktiv gestalten möchten, kann eine Seniorenresidenz eine passende Lösung sein.
Was kostet das Leben in einer Seniorenresidenz?
Was bedeutet Betreutes Wohnen im Alter?
Das Betreute Wohnen für ältere Menschen ist eine Wohnform, bei der Senioren in eine Wohnanlage mit barrierearmen, seniorengerechten Wohnungen ziehen. Jeder Bewohner lebt beim Betreuten Wohnen in seiner eigenen Wohnung. Im Unterschied zu Seniorenwohnungen ohne Betreuung steht den Bewohnerinnen und Bewohnern jederzeit Hilfe und Unterstützung zur Verfügung. Ihnen werden zudem verschiedene Seniorendienstleistungen angeboten. Dazu zählen zum Beispiel Wäschehilfen oder Hausnotrufsysteme. Durch ein Angebot an Gemeinschaftsaktivitäten vereint die Wohnform die Vorteile des Alleinlebens mit den Vorteilen einer (Wohn‑)Gemeinschaft.
Für wen ist Betreutes Wohnen nicht geeignet?
Alternative Wohnformen im Alter werden immer beliebter
Alternative Wohnformen im Alter werden immer beliebter bei Senioren – nicht zuletzt, weil sie eine individuelle Lebensgestaltung ermöglichen und der sozialen Isolation entgegenwirken. Sie eignen sich besonders für Senioren, die zwar bei kleineren Dingen im Alltag auf Hilfe angewiesen sind, aber das Wohnen im Alter ohne Pflege bevorzugen.
Leben im Senioren-Haus
Viele Senioren wohnen aufgrund des Todes ihrer Partnerin oder ihres Partners allein. Wohnen die Kinder nicht mehr in unmittelbarer Nähe, ist der soziale Kontakt häufig begrenzt. Eines der Wohnmodelle im Alter ist das Senioren-Haus. Die Senioren wohnen weiterhin in einer eigenen Wohnung. Meist gibt es im Haus einen Gemeinschaftsraum, in dem gemeinsame Aktivitäten stattfinden. Auch für Paare ist das Senioren-Haus eine gute Wohnlösung, um den Kontakt zu anderen Senioren zu pflegen.
Wohnen in der Senioren-Wohngemeinschaft
Senioren-Wohngemeinschaften als Wohnmöglichkeiten im Alter werden immer beliebter. Anders als im Senioren-Haus wohnen die Senioren hier in einer gemeinsamen Wohnung. Jeder Bewohner findet in einem privaten Zimmer seinen persönlichen Rückzugsort. Die Bewohner können weiterhin selbstständig wohnen und ihren Alltag frei gestalten. Das Sozialleben ist durch das gemeinsame Zusammenleben ausgeprägt. Der tägliche Kontakt zwischen den Bewohnern, die Möglichkeit, gemeinsame Aktivitäten zu unternehmen und das Aufteilen der Arbeiten im Haushalt machen das Leben in einer WG für viele Senioren attraktiv. Ein Zimmer in einer Senioren-WG ist außerdem meist günstiger als eine eigene Wohnung.
Privat gegründete Senioren-WGs
Privat gegründete Senioren-WGs bilden sich in der Regel aus befreundeten oder bekannten Senioren. Das gemeinsame Zusammenleben wird häufig durch gemeinsame Interessen bestimmt. Bei der Wohnungssuche, der Raumaufteilung und der Lebensgestaltung sind die Bewohner einer gemeinsamen Wohnung vollkommen frei.
Trägergestützte Senioren-WGs
Nicht immer ergibt sich eine WG aus dem Bekannten- oder Freundeskreis. Verschiedene Träger, zum Beispiel die Caritas, bieten ebenfalls Senioren-WGs an. Jeder Bewohner wohnt in einem eigenen Zimmer. Das Badezimmer, die Küche und meist auch ein Wohnzimmer werden gemeinschaftlich geteilt.
Wohnen im Mehrgenerationenhaus
Das Wohnen in einem Mehrgenerationenhaus ist eine der alternativen Wohnformen im Alter, bei der klassisch mehrere Generationen einer Familie – meist zwei – unter einem Dach leben. Diese Form des Wohnens im Alter war früher selbstverständlich. Mittlerweile ist die Wohnform in Familien eher zum Ausnahmefall geworden und häufiger in ländlichen Regionen als in Städten vorzufinden.
Seit einigen Jahren leben allerdings immer häufiger mehrere, nicht-verwandte Generationen unter einem Dach. Mehrgenerationenhäuser werden immer beliebter. In verschiedenen Wohnprojekten genießen sowohl ältere als auch jüngere Menschen das gemeinsame Wohnen in einem Haus. Denn das Zusammenleben bringt eine Reihe an Vorzügen mit sich – für Senioren aber auch für Familien und Alleinerziehende. Im Vordergrund steht: Menschen kümmern sich um andere Menschen. Bei kleineren Arbeiten kann die jüngere Generation im Haus der älteren Generation helfen und andersrum. So kümmern sich zum Beispiel die jungen Bewohner um den Einkauf, während die älteren Bewohner auf die Kinder aufpassen. Mehrgenerationenhäuser fördern den Kontakt zwischen Generationen. Das Miteinander von Jung und Alt wirkt sich positiv auf die mentale Gesundheit von Senioren aus. Bitte beachten Sie: Für pflegebedürftige Senioren muss eine professionelle Pflege im Mehrgenerationenhaus sichergestellt werden. Die jüngere Generation in der Mehrgenerationen-WG ist dabei kein Ersatz für eine professionelle Pflege und Betreuung.
Wohndörfer für Senioren
Wohnen gegen Hilfe
„Wohnen gegen Hilfe“ ist ein Konzept für gemeinsames Wohnen der Bundesarbeitsgemeinschaft „Wohnen für Hilfe Deutschland“. Während Senioren häufig in ihrem Heim viel Platz haben und die Einsamkeit für viele Senioren Alltag ist, wird der Wohnraum für beispielsweise Studierende immer knapper und teurer. Die Initiative soll beide Parteien unter ein Dach bringen. Sie bietet Senioren eine alternative Wohnform, um im eigenen Heim bleiben zu können, während jüngere Mitbewohner günstiger wohnen.
Wie funktioniert Wohnen gegen Hilfe?
Das Konzept ist für Senioren gedacht, die mindestens ein freies Zimmer in ihrer Wohnung oder ihrem Haus haben und auf der Suche nach Unterstützung sind, zum Beispiel im Haushalt, im Garten oder beim Einkauf. Der Wohnraum wird gegen die Unterstützung zur Verfügung gestellt. In der Regel leistet der Mieter für einen Quadratmeter überlassenen persönlichen Wohnraum eine Stunde Hilfe pro Monat. Eine Miete muss der Helfende nicht mehr zahlen.
Ins Ausland auswandern – Wohnen im Alter am Meer
Essen auf Rädern für alternative Wohnformen
Wir von der Landhausküche liefern jeden Tag – auch am Wochenende – leckere, qualitativ hochwertige Mittagessen zu Senioren nach Hause. Die Speisenkarte für das Essen auf Rädern wechselt, sodass Sie eine abwechslungsreiche Menüvielfalt genießen. Daneben bieten wir eine große Auswahl an bedarfsorientierter Kost, wie tiefkühlfrische Mittagsgerichte oder pürierte Mahlzeiten von winVitalis. So finden Sie stets das, was am besten zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt – und mit unseren Zusatzleistungen wie der Schlüsselservice oder unsere Schutzengelfunktion erhalten Sie ein Rund-um-Paket.
Probieren Sie oder Ihr Angehöriger gerne unseren leckeren Mittagessen-Service. In unserem Probierangebot haben wir das Beste zusammengestellt, um Ihnen einen kleinen Vorgeschmack zu geben.
Wissenswertes für Senioren und Ihre Angehörigen
Erfahren Sie mehr im Seniorenmagazin