Besuchsdienste und Begleitdienste für Senioren

Was tun im Alter ohne Angehörige?

Die Einsamkeit in Deutschland nimmt zu: Je älter die Menschen werden, desto häufiger sind sie allein. Gleichzeitig wird der Wunsch, in den eigenen vier Wänden alt zu werden, für viele Menschen in hohem Alter immer stärker. Besuchs- und Begleitdienste schenken Senioren mehr Lebensqualität und Lebensfreude. Sie sind nicht nur eine wichtige Unterstützung für alltägliche Aufgaben, sondern ermöglichen auch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Erfahren Sie, wie Seniorenbegleitung gelingt!

Inhalt

junge Hand hält ältere Hand
Hand stapelt Holzklötze mit Gesundheitssymbolen zu einer Pyramide

Was sind Besuchs- und Begleitdienste für Senioren?

Besuchs- und Begleitdienste für Senioren helfen Menschen, die altersbedingt bei den alltäglichen Dingen des Lebens Unterstützung benötigen. Begleiter für ältere Menschen tragen einerseits dazu bei, die Lebensqualität der pflegebedürftigen Person zu verbessern, und entlasten andererseits pflegende Angehörige. Es geht sowohl darum, Menschen im Alter bei Terminen und alltäglichen Aktivitäten zu begleiten, als auch darum, sie zu besuchen und mit ihnen Zeit zu verbringen.

Übrigens: Neben Besuchs- und Begleitdiensten gibt es auch sogenannte Fahrdienste. Diese helfen pflegebedürftigen oder schwerbehinderten Personen möglichst mobil zu bleiben. Sowohl private als auch karitative Einrichtungen bieten solche Dienste an.

Was ist der Unterschied zwischen Besuchsdiensten und Begleitdiensten für Senioren?

Im Alltag älterer Menschen gibt es unterschiedliche Unterstützungsangebote, die je nach Bedarf entweder soziale Nähe oder praktische Hilfe ermöglichen. 

Der Besuchsdienst stärkt vor allem das soziale Miteinander und bietet Gespräche sowie emotionale Unterstützung. Er findet meist zu Hause, im Heim oder im Krankenhaus statt und wird häufig von Ehrenamtlichen übernommen, um Einsamkeit zu verringern.

Der Begleitdienst bietet dagegen praktische Unterstützung bei Terminen und Wegen außerhalb der Wohnung. Er hilft bei Wegen zu Arztterminen, beim Einkaufen oder bei Behördengängen und trägt dazu bei, Mobilität, Sicherheit und Selbstständigkeit zu erhalten

Oft werden beide Angebote kombiniert, um sowohl soziale als auch praktische Bedürfnisse abzudecken. 

Welche Aktivitäten und Unternehmungen sind möglich?

Umfang der Dienstleistungen

Ein Begleitservice für Senioren hilft grundsätzlich bei vielen alltäglichen Aufgaben und Aktivitäten. Wie genau die Aufgaben und Leistungen letztlich ausgestaltet sind, ist von Stadt und Anbieter abhängig.

Die meisten bieten folgende Aktivitäten und Unternehmungen an:

  • Begleitung, zum Beispiel zum Arztbesuch, zum Friseur, zur Behörde, zum Friedhof oder Gottesdienst
  • Hilfe im Haushalt, zum Beispiel beim Abwasch, Putzen oder Bügeln
  • Hilfe bei bürokratischen Aufgaben, zum Beispiel Briefe schreiben, Unterlagen zusammenstellen oder Formulare ausfüllen
  • Hilfe bei alltäglichen Aufgaben, zum Beispiel beim Einkauf, Terminvereinbarungen oder beim Anziehen
  • Unterhaltung und Freizeit, zum Beispiel ein gemeinsamer Spaziergang oder Spielenachmittag, aber auch ein Besuch im Theater.

Besuchsdienste mit Hund sind begehrt

Es gibt zahlreiche Dienstleister, die einen Besuchsdienst mit Hund anbieten. Denn Hunde schaffen es, ältere und pflegebedürftige Menschen zu berühren und zu bewegen – und oft eine besondere emotionale Reaktion hervorzurufen. Vor allem für Personen mit Demenzerkrankung sind solche Besuchsdienste besonders wertvoll.

Wann bekommt man eine Haushalthilfe im Alter?

Besuchs- und Begleitdienste sind grundsätzlich nicht nur für Senioren, sondern für alle, die im Alltag Unterstützung benötigen oder sich nach Gemeinschaft sehnen. Ein privater Besuchsdienst kann bei Krankheit, Behinderung oder im zunehmenden Alter eine wichtige Unterstützung sein. Häufig entscheiden sich Personen auch dafür, einen Besuchs- oder Begleitdienst in Anspruch zu nehmen, um ihre pflegenden Angehörigen zu entlasten. Grundsätzlich sind solche Dienste eine sinnvolle Ergänzung zur familiären oder nachbarschaftlichen Hilfe.

Gewusst:

Begleitung für Senioren wird sowohl von privaten Personen als auch von Krankenhäusern und Seniorenheimen in Anspruch genommen.
Pflegekraft schreibt in ihre Unterlagen
Person hält Sparschwein und eine Figur mit einem älteren Paar und Gehstock

Wo finde ich eine Seniorenbegleitung beziehungsweise einen Seniorenbesuchsdienst?

Seniorenbegleitung und Seniorenbesuchsdienste werden von Verbänden, Wohlfahrtsorganisationen, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern von Städten und Gemeinden sowie von privaten Firmen angeboten. Dazu zählen zum Beispiel Anbieter wie Caritas, Malteser, DRK, ASB und weitere. Auch einige Kirchengemeinden bieten solche Dienste an.

Übrigens: Auch eine professionelle Pflegeberatung  kann dabei helfen, das passende Angebot für eine Alltagsbegleitung zu finden.

Wie oft kommt der Begleitdienst für Senioren?

Wie häufig ein Besuchs- und Begleitservice für Senioren im Alltag unterstützt, ist flexibel, und kann von wenigen Stunden pro Woche bis hin zu täglichen Terminen reichen. Auch eine 24-Stunden-Seniorenbegleitung ist je nach Anbieter möglich. Bei der Planung der Betreuung sollte stets auf den Pflegegrad und auf das notwendige Maß an Betreuung geachtet werden, um die Alltagsbegleitung so individuell und effektiv wie möglich zu gestalten.

Was kosten Besuchs- und Begleitdienste?

Besuchs- und Begleitdienste sind häufig kostenlos, sofern die Helferinnen und Helfer ehrenamtlich arbeiten. Möchte die Person, die den Dienst in Anspruch nimmt, jedoch zu einem bestimmten Ort gefahren werden, können die Fahrtkosten berechnet werden.

Tipp: Wenn Sie einen professionellen Betreuungsassistenten um Hilfe bitten, nehmen Sie den Entlastungsbeitrag der Pflegekasse in Anspruch  solange ein Pflegegrad vorliegt. Nach § 45a,b SGB XI übernimmt die Pflegekasse die Kosten für den Besuchs- und Begleitdienst mit bis zu 131 Euro pro Monat. Voraussetzung ist, dass es sich um einen nach dem Landesrecht anerkannten Anbieter handelt.

Wie Besuchs- und Begleitdienste helfen

  • Besuche und Begleitungen beugen Einsamkeit vor: Einsamkeit ist vor allem im Alter ein häufig auftretendes Problem. Sind Freunde verstorben, wohnen Familienangehörige weit weg und haben Nachbarn nur wenig Zeit, fehlt ein soziales Umfeld. Besuchs- und Begleitdienste spenden Gesellschaft für Senioren. Die Besuche und gemeinsamen Aktivitäten wirken so der Einsamkeit entgegen.
  • Besuchs- und Begleitdienste fördern die körperlichen und geistigen Fähigkeiten: Statt die alltäglichen Dinge in andere Hände zu geben, sind die Personen weiterhin aktiv. Auch kurze Wege zum Einkauf helfen, die körperlichen Fähigkeiten zu erhalten. Gemeinsame Ausflüge, beispielsweise ins Theater, fördern die soziale Kompetenz.
  • Im eigenen Zuhause alt werden: Statt in eine Pflegeeinrichtung umzuziehen oder eine Wohnraumanpassung vorzunehmen, können Senioren mit Bewegungseinschränkungen zum Beispiel durch Begleitdienste ihren Alltag möglichst selbstbestimmt bewältigen und so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben.
  • Regelmäßige Besuche sorgen für mehr Lebensqualität: Durch die Begleitung und Besuche im Alltag können Personen meist noch lange ein selbstbestimmtes Leben führen. Die Gesellschaft sorgt oft für mehr Lebensfreude und ein insgesamt besseres Wohlbefinden.
  • Besuchs- und Begleitdienste entlasten pflegende Angehörige: Der Spagat zwischen Beruf und Pflege ist für viele eine Herausforderung. Begleitdienste verschaffen pflegenden Angehörigen mehr Zeit, entlasten sie bei der Pflege und helfen, dass alltägliche, aber auch Freizeitaktivitäten weiterhin stattfinden. Denn häufig geht es vor allem darum, den Senioren Gesellschaft zu leisten und mit ihnen eine schöne Zeit zu verbringen.

Sind Begleitdienste und Besuchsdienste für Senioren speziell geschult?

Ehrenamtliche Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleiter verfügen in der Regel nicht über eine pflegerische Fachqualifikation und übernehmen keine medizinischen oder pflegerischen Tätigkeiten. 

Daneben gibt es qualifizierte Betreuungsassistenten nach §§ 45a und 45b SGB XI, die auf Honorarbasis tätig sind. Ihre Leistungen zählen zu den anerkannten Angeboten zur Unterstützung im Alltag und können über den Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung von bis zu 131 Euro monatlich finanziert werden. Diese Angebote dienen der Aktivierung  und Betreuung und bieten Entlastung pflegender Angehöriger. 

Essen auf Rädern als zusätzliche Entlastung für pflegende Angehörige

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